Was sind Weichkorallen? – Definition und Merkmale
Weichkorallen, wissenschaftlich bekannt als Alcyonacea, gehören zu den wichtigsten Gruppen der Korallen im Meer. Im Gegensatz zu Steinkorallen besitzen sie kein kalkhaltiges Skelett, was ihnen ihre typische weiche, flexible Struktur verleiht. Sie bestehen aus einem Gewebe, das von einer dünnen Schicht aus Kalkskeletten umgeben ist oder manchmal ganz ohne Kalkskelett auskommt.
Merkmale von Weichkorallen:
- Flexibles, oft baumartiges oder polypenreiches Erscheinungsbild
- Keine harte Kalkskelette, stattdessen ein weiches Gerüst aus kollagenartigem Material
- Vielfältige Farben wie Rot, Orange, Gelb, Grün und Lila
- Oft mit beweglichen Polypen ausgestattet, die sich bei Nahrungsaufnahme öffnen
Die wichtigsten Arten von Weichkorallen
Die Vielfalt der Weichkorallen ist beeindruckend. Hier stellen wir die bekanntesten und beliebtesten Arten vor:
Der Sarcophyton ist eine der bekanntesten Weichkorallenarten. Er zeichnet sich durch seine zylinderförmigen Polypen aus, die an Korkrinde erinnern. Diese Koralle ist sehr robust und eignet sich gut für Einsteiger im Meerwasseraquarium.
Zoanthiden sind kleine Polypen in bunten Farben, die oft in Kolonien wachsen. Sie sind sehr pflegeleicht und bieten eine Vielzahl an Farbvarianten – ideal für Anfänger und Fortgeschrittene.
Ähnlich wie Zoanthiden, aber meist etwas größer und widerstandsfähiger. Palythoa-Kolonien sind farbenfroh und können in verschiedenen Mustern auftreten.
4. Sinularia (Seemannsschwamm)
Diese Art hat eine baumartige Struktur mit langen Armen oder Zweigen. Sinularia ist sehr widerstandsfähig und wächst schnell.
Leptogorgia ist eine Gorgonie mit filigranen, baumartigen Armen in leuchtenden Farben wie Orange oder Rot. Sie benötigt stabile Wasserwerte und viel Platz im Aquarium.
6. Discosoma (Wachs- oder Pilzkoralle)
Obwohl
technisch gesehen keine echte Koralle, werden Discosoma oft zu den
Weichkorallen gezählt. Sie haben eine weiche Textur und kommen in vielen
Farben vor.
Haltung und Pflege von Weichkorallen im Aquarium
Weichkorallen gelten als relativ pflegeleicht und eignen sich hervorragend für Einsteiger sowie erfahrene Aquarianer. Dennoch gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:
Licht:
Viele Weichkorallen benötigen moderate bis starke Beleuchtung. LED-, T5- oder HQI-Lampen sind geeignet. Achten Sie auf die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Strömung:
Eine mäßige bis starke Wasserzirkulation ist für die meisten Weichkorallen wichtig. Sie sorgt dafür, dass Nährstoffe und Sauerstoff effizient zu den Polypen gelangen und Abfallprodukte abtransportiert werden. Eine zu schwache Strömung kann zu Ablagerungen und schlechter Gesundheit der Korallen führen, während eine zu starke Strömung die Polypen stressen kann. Es ist daher ratsam, die Wasserbewegung im Aquarium regelmäßig anzupassen und gegebenenfalls mit Strömungspumpen oder Wellenmachern zu steuern.
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